Israel: Covid-Impfung spaltet die Gesellschaft

Am 21. Februar 2021 hat Israel den grünen Pass eingeführt. Den Freifahrtschein erhalten alle Einwohner des Landes, die bereits beide Injektionen den Virus SARS-CoV-2 bekommen haben. Ausgegeben wird die Bescheinigung als App oder als Barcode, der downgeloadet und ausgedruckt werden kann. Wer den Pass vorweisen kann, darf Fitness-Studios, Kinos, Theater und Schwimmbäder besuchen. Auch gelten für alle Impflinge Israels keine Mobilitäts-Einschränkungen mehr. Menschen ohne Impf-Nachweis  dürfen nur kleine gastronomische Betriebe besuchen. Eltern ist es gestattet, ihre Kinder zu Veranstaltungen mitzunehmen, wenn ein Negativ-Test für die Kleinen vorliegt.

Die Ausnahmen für nicht geimpfte halten sich in engen Schranken. Nur Menschen, die sich aufgrund von Erkrankungen nicht impfen lassen dürfen, können auch ohne grünen Pass ihre Grundrechte vollständig wahrnehmen. Diese Personen sowie Jugendliche unter 16 Jahren können sich kostenlos auf das Virus testen lassen.

Mit den neuen Covid-Gesetz will die israelische Regierung Impf-Verweigerer zu den Injektionen zwingen. Dazu trägt auch eine Lockerung des Datenschutzes bei. Jeder, der die Immunisierung nicht vornehmen lassen will, soll den örtlichen Verwaltungen gemeldet werden. Die Personalien von Schülern und Lehrern sollen nach der Absicht der Regierung von Benjamin Netanjahu dem Bildungsministerium mitgeteilt werden.

Am Tag der Einführung des grünen Passes sollen in dem Nahost-Staat auch die Schulen  wieder öffnen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass am Schulstandort eine Impf-Rate von 70 % der Bevölkerung erreicht ist.

Dieser Beitrag wurde am 10.03.2021 erstellt.

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