Die Wirksamkeit der RNA- und DNA-basierten „Impfungen“

Wir hören es immer wieder: Die RNA/DNA-basierten „Impfungen“ hätten in den einschlägigen Zulassungsstudien ein hohes Maß an Wirksamkeit belegen können. Mit 90 und mehr % wäre diese „GMO-Impfung“ sogar noch deutlich effektiver als die übliche Grippeimpfung. Da taucht dann schon die Frage auf, wieso ausgerechnet diese neue Form der „Impfung“ viel wirksamer sein soll als die alte Grippeimpfung? Oder hat man sich da einfach nur vertan?

Was ist also dran an dieser Behauptung?

Kritik an Wirksamkeit vor Beginn der „Massenimpfungen“

Anfang November 2020 erschien in der BMJ[i] ein Beitrag, der die Behauptung von der 90-prozentigen Effektivität der Pfizer/BioNTech-„Impfung“ in ein anderes Licht rückte. Ich hatte dazu einen Beitrag[ii] verfasst, der die Berechnung des Autors nachvollzieht.

Hier noch einmal die Berechnung in kurzen Zügen:

Bei 8 Fällen in der Gruppe der Geimpften und 86 Fällen in der Placebogruppe ergibt sich eine Reduktion der Fallzahl von 78 Fällen. Und diese 78 Fälle sind 90,7 % von 86 aus der Placebogruppe. Und schon haben wir unsere „90-prozentige Wirksamkeit“.

Diese Berechnung lässt vollkommen außer acht, dass hier 20.000 Personen geimpft werden mussten, um eine Reduktion von 78 Fällen zu erreichen. Oder mit anderen Worten: Man muss 20.000/78 = 256 Personen impfen/behandeln (NNV), um einen Fall zu verhindern. Die anderen 255 Personen haben keinen Nutzen, dafür aber das Risiko von Nebenwirkungen und damit Schaden.

Dazu gesellt sich noch die Frage, was durch die „Impfung“ wirklich verhindert wird? Laut Pfizer-Studie sind es milde Symptome und/oder ein positiver PCR-„Test“! Es ist mir neu, dass viele Menschen an milden Symptomen und positiven PCR-„Tests“ gestorben sind. Dafür scheint es heute immer deutlicher zu werden, dass viele Geimpfte/Gentherapierte eine ähnlich große und höhere Wahrscheinlichkeit haben, ernsthaft an der Injektion zu erkranken oder sogar zu versterben.

Ende November veröffentlichte Peter Doshi[iii] vom BMJ aktuellere Daten von der Pfizer-Studie. Jetzt gab es 162 Fälle in der Placebogruppe und nach wie vor 8 Fälle in der Gruppe der Geimpften. Wie sehen die Zahlen dann aus?

Viel, viel besser! Denn jetzt gibt es eine Reduktion der Fallzahlen von 154 und damit eine Effektivität von 95 %.

Wie sieht die NNV aus? Viel, viel besser! Denn jetzt lautet die Gleichung: 20.000/154. Und das ergibt 130. Der Wert hat sich also fast halbiert.

Peter Doshi bringt in diesem Beitrag das entscheidende Argument, warum 90-prozentige oder 95-prozentige angebliche Wirksamkeit nichts mit der Realität zu tun hat. Denn es handelt sich hier um die „relative Risikoreduktion“ (RRR). Demgegenüber steht die „absolute Risikoreduktion“ (ARR), aus der sich auch die NNV ableitet.

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2021 und der Beginn der „Impf-Epidemie“

Selbstverständlich gibt es keine Angaben in den Altmedien, Qualitätsmedien, bei den Faktencheckern, Bundespressekonferenzen etc. in Bezug auf die Existenz der ARR beziehungsweise NNV. Denn diese Daten sehen katastrophal aus, vor allem die ARR.

Denn auch die „schönen Daten“ von Ende November zeigen eine ARR von nur knapp 0,88 % (154/20.900 × 100). Das ist die wirkliche Effektivität, wenn man 20.000 Leute „impft“.

Anfang Januar 2021 meldete Peter Doshi[iv] sich wieder zu Wort. Diesmal ging es um andere Zahlen aus der Pfizer-Studie, nämlich um „vermutete Covid-19-Fälle“. Das waren Teilnehmer mit Covid-19-Symptomen, wo aber kein PCR-„Test“ vorlag beziehungsweise der Test negativ ausgefallen war. Die Anzahl dieser Fälle lag bei 3410, mit 1594 Fällen in der Verumgruppe und 1816 in der Placebogruppe.

Diese Fälle schienen jedoch für die Berechnung der Wirksamkeit überhaupt nicht in Betracht gezogen worden zu sein. Denn hätte man dies getan, dann würde sogar die „relative Risikoreduktion“ von über 90 % ins Bodenlose versinken.

Und wie es aussieht, musste man diese Zahlen ignorieren, um eine Effektivität von 50 %, eine Mindestanforderung für eine offizielle (Notfall)Zulassung, zu erreichen und zu überschreiten.

Wie sieht hier die Berechnung aus?

19% = (8+1594)/(162+1816) × 100

Bei der Berechnung wurden die PCR-bestätigten Fälle mit eingeschlossen.

In einer 2. Berechnung schloss Doshi die Fälle aus, die in den ersten 7 Tagen nach der „Impfung“ zu beobachten waren (409 in der Verumgruppe und 287 in der Placebogruppe). Aber auch hier verbesserte sich das Bild nicht wirklich entscheidend:

29% = (8 + 1594 – 409)/(162 + 1816 – 287) × 100

Das heißt, dass mit diesen Zahlen (19 % beziehungsweise 29 % RRR) und einer Anforderung von 50 % Effektivität auch die vorübergehende Zulassung nicht hätte erteilt werden dürfen.

Neue Daten hat das Land

Bei einer geschönten RRR von 95 % und einer weitaus realistischeren RRR von 19 beziehungsweise 29 %, begleitet von einer ARR von unter 1 %, gibt es eigentlich wenig Grund zum Jubeln. Inzwischen gibt es andere wissenschaftliche Journale, die sich dieser Diskussion angenommen haben. Die „Lancet“ gilt als deutlich weniger kritisch im Vergleich zum BMJ. Aber auch hier scheint inzwischen massive Skepsis Einzug gehalten zu haben. Denn am 20. April 2021 wurde eine Arbeit[v] veröffentlicht, die sich mit genau diesem Thema, ARR und RRR der Covid-19-„Impfungen“, befasste.

Hierbei war nicht nur die Pfizer-„Impfung“ Gegenstand der Erörterungen. Vielmehr wurde ein viel umfassenderes Bild für dieses Produkt und die Produkte von Moderna, AstraZeneca und den russischen „Impfstoff“ verfasst. Das Ergebnis sah grafisch so aus:

Die NNV-Daten für Pfizer sehen inzwischen mit 119 gegenüber zuvor 130 und mehr etwas besser aus, liegen aber immer noch deutlich hinter den Daten der Mitbewerber. Hier hat AstraZeneca mit 78 den besten Wert, was aber immer noch kein Grund ist, auch diesem Produkt eine durchschlagende Effektivität zugute kommen zu lassen. Die RRR liegt bei Johnson & Johnson und AstraZeneca deutlich hinter der der anderen 3 Mitbewerber.

Die erweiterte Beschreibung dieser Darstellung in der Arbeit erklärt: „Je geringer die NNV und je höher die RRR, desto besser ist die Impfstoff-Wirksamkeit.

Die Autoren geben bei der Betrachtung der „relativen Risikoreduktion“ zu bedenken, dass diese nur einen Vergleich zwischen geimpften und nicht geimpften „Fällen“ beinhaltet, also nicht das gesamte Infektionsgeschehen in einer Population berücksichtigt. Dafür kommt die „absolute Risikoreduktion“ ins Spiel, bei der der Unterschied der Fallzahlen mit und ohne „Impfung“ in einer gesamten Population ermittelt wird.

Auch hier kritisieren die Autoren: „Die ARR wird tendenziell ignoriert, da sie eine deutlich weniger eindrucksvolle Größenangabe in Sachen Wirksamkeit abliefert im Vergleich zur RRR:

  • 1,3 % für AstraZeneca
  • 1,2 % für Moderna
  • 0,93 % für den russischen „Impfstoff“
  • 0,84 % für Pfizer“.

Bemerkenswert ist auch die Aussage der Autoren, dass die ausschließliche Darstellung der RRR, unter Ausschluss der ARR, eine Darstellungsverzerrung der Ergebnisse darstellt. Für die Autoren gibt es noch weitere Fragen, die mit dem bislang zur Verfügung gestellten Datenmaterial seitens der Herstellerfirmen überhaupt nicht beantwortet werden können, aber bei diesem flächendeckenden Einsatz eigentlich hätten schon beantwortet sein müssen.

Diesbezüglich nehmen die Autoren Bezug auf eine Studie aus Israel, bei der ebenfalls eine RRR von 94 % ermittelt wurde. Allerdings betrug hier die ARR nur 0,46 %, was eine NNV von 217 ergibt. Man stellt sich natürlich jetzt die Frage, wie kommt es, dass die eine Studie eine NNV von 119 angibt, eine andere Studie in einem anderen Land einen fast doppelt so hohen Wert?

Die Autoren bemerkten hierzu auch, dass das Studiendesign all dieser Studien und deren Methodik sich radikal von einer randomisierten klinischen Studie unterscheidet. In der Naturwissenschaft wird der Aussagewert einer Studie unter anderem daran gemessen, ob sie reproduzierbar ist. Wie es aussieht, sind diese „Zulassungsstudien“ und „Beobachtungsstudien“ weit davon entfernt, reproduzierbar zu sein und damit praktisch wertlos.

Fazit – je wertloser, desto wertvoller

Alte Daten und neue Daten zeigen ein relativ einheitliches Bild in Bezug auf die Wirksamkeit der neuen „GMO-Impfungen“. Die „relative Risikoreduktion“ als einziges Maß „aller Dinge“ bei der Beurteilung der Wirksamkeit der „GMO-Impfungen“ ist die Lieblingszahl von Altmedien, Faktencheckern und Politik. Die „absolute Risikoreduktion“ dagegen kommt mit wesentlich weniger eindrucksvollen Werten einher.

Die sind verkaufstechnisch gesehen kontraproduktiv und werden deshalb ignoriert. Sie umfassen aber auch das Infektionsgeschehen in einer Population, was in diesem Fall heißt, dass etliche Tausende von Probanden geimpft werden mussten, damit man überhaupt einen kleinen Effekt hat sehen können. Und dieser kleine Effekt wurde im Vergleich zur Placebogruppe dann um ca. 90 % reduziert.

Das erinnert mich an den Spruch: „Eintritt frei, Kinder zahlen die Hälfte (oder 90 % weniger)“.

Dieser Beitrag wurde erstmalig am 2.4.2021 veröffentlicht und letztmalig am 29.6.2021 ergänzt.


Quellen:

[i]      Covid-19 vaccine candidate is unimpressive: NNTV is around 256 | The BMJ

[ii]     Corona-Impfstoffe: Vergessen Sie die „Jubelberichte“

[iii]   Peter Doshi: Pfizer and Moderna’s “95% effective” vaccines—let’s be cautious and first see the full data – The BMJ

[iv]    Peter Doshi: Pfizer and Moderna’s “95% effective” vaccines—we need more details and the raw data – The BMJ

[v]     COVID-19 vaccine efficacy and effectiveness—the elephant (not) in the room – The Lancet Microbe

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