In der jetzt seit fast einer Ewigkeit andauernden mal mehr, mal weniger wissenschaftlichen Diskussion um SARS-CoV-2 sind immer wieder neue Facetten und Aspekte in Bezug auf dieses angeblich neue Virus aufgetaucht. Mal ist es von irgendwelchen Fledermäusen oder anderen Tieren auf den Menschen übergesprungen. Dann ist es ein Produkt von Virologen aus Wuhan. Und andere behaupten, dass es SARS-CoV-2 nicht gibt, da es keine Viren gäbe.

Seit Ende März 2021 gibt es eine neue „Variante“ der wissenschaftlichen Diskussion in Bezug auf die Kompetenzen des Spike-Proteins. Eine chinesische Arbeitsgruppe[1] hatte nämlich feststellen können, dass das Spike-Protein von SARS-CoV-2 die Funktion des Endothels der Blutgefäße beeinträchtigt, indem es die Aktivität des ACE-2-Rezeptors herabfährt.

Handelt es sich hier wirklich um neue Erkenntnisse? Immerhin gibt es einige Arbeiten aus dem Jahr 2020, die bereits zum damaligen Zeitpunkt zu dieser Erkenntnis gekommen waren[2]. Aber es kommt noch dicker: Diese „neue“ Erkenntnis gab es sogar schon im Jahr 2005 bei SARS[3].

Warum diese chinesische Arbeitsgruppe diese Untersuchung, die wenig Neues ans Tageslicht gebracht hat, durchgeführt hatte, kann man vielleicht damit erklären, dass man alte Untersuchungsergebnisse hat überprüfen wollen und in diesem Fall bestätigen können. Dagegen ist nichts einzuwenden.

Aber warum man sich plötzlich in den Altmedien, wie zum Beispiel der „Frankfurter Rundschau“[4], und den etwas mehr alternativ ausgerichteten Medien, wie zum Beispiel „Legitim.ch“[5], jetzt nach so langer Zeit für diese Ergebnisse interessiert, ist auch bemerkenswert.

„FR“ und das Horror-Covid

Der Beitrag der „FR“ vom 12.5.2021 beginnt mit einem sensationellen Resultat: 1. braucht es kein ganzes Coronavirus, sondern nur sein Spike-Protein,0 um Menschen erkranken zu lassen. Und 2. ist Covid-19 keine Atemwegsinfektionen, sondern eine Gefäßerkrankung.

Danach legt der Beitrag los, warum das so ist. Es wird erklärt, dass das „sogenannte Spike-Protein“ [warum sogenannte?] der Grund dafür sei, dass unser Immunsystem nach einer Covid-19-Infektion „mit Beschwerden reagiere“.

Beschwerden? Hat sich unser Immunsystem etwa beim RKI oder bei unserem Bundeskrankheitsminister beschwert? Und worüber? Oder möchte der Autor hier lediglich gleich von Beginn an klarstellen, dass unser Immunsystem einfach mit SARS-CoV-2 nicht zurechtkommt? Und dass wir deshalb dringend eine Impfung brauchen?

Danach wird klargemacht, dass das Coronavirus ein Nichts wäre, wenn es nicht das bösartige Spike-Protein hätte, mit dessen Hilfe es „eine Zelle befallen kann“. Nachdem das klargestellt wird, kommt dann auch das Thema „Corona-Impfungen“ zu Wort. Denn die bilden ja Antikörper gegen dieses böse Spike-Protein und können somit die Gefahr bannen. Zu diesem Unfug später einiges mehr.

Zunächst geht es noch um die Bösartigkeit der Spike-Proteine, die aus einer Atemwegsinfektion eine Gefäßerkrankung machen. Und mit Gefäßerkrankungen ist ja bekannterweise nicht zu spaßen. Da gibt es dann Schlaganfälle, Herzinfarkte, Gefäßentzündungen und vieles mehr. Und das alles geschieht nur deshalb, weil die Spike-Proteine die vaskulären Endothelzellen, also die Auskleidung in den Blutgefäßen, schädigen.

Aber mehr noch: Um diese Schäden zu provozieren, brauchen wir kein intaktes SARS-CoV-2, sondern nur dessen Spike-Protein. Und hier wird es immens bemerkenswert. Denn der Autor bezieht sich auf die eben zitierte chinesische Arbeit vom März 2021, die dies gezeigt hatte. Er sagt hier wortwörtlich: „Das würde beweisen, dass das Spike-Protein allein ausreicht, um die Krankheit auszulösen, so die Schlussfolgerung der Forscher:innen.“

An dieser Stelle bin ich mir fast sicher, dass der Autor nicht weiß, dass er sich mit dieser Aussage in Bezug auf Impfungen in eine ausweglose argumentative Sackgasse manövriert hat.

„FR“ bestätigt: Corona-Impfungen sind Unfug

Nein, so wortwörtlich wurde das jetzt nicht kommuniziert. Aber der Unfug in den von der „FR“ aufgestellten Behauptungen und argumentativen Logik besteht in der Ausblendung von bestimmten Vorgängen, die durch die RNA/DNA-Impfungen ausgelöst werden. Und was für Vorgänge sind dies?

Eins, zwei, drei – Überraschungsei: Bei der Injektion dieser künstlichen Gene, genannt „Impfung“, sollen diese in Körperzellen eindringen und dort die Ribosomen veranlassen, etwas zu produzieren, was zuvor von der „FR“ als die Horror-Waffe des Coronavirus bezeichnet wurde, die auch ganz ohne das Virus abgefeuert werden kann, nämlich Spike-Proteine.

Oder mit anderen Worten: Die chinesische Arbeit vom letzten März hat gezeigt, dass Spike-Proteine ohne das Virus toxisch sind und zu Gefäßschäden führen, die genau die Effekte zeitigen, die von der „FR“ für eine Covid-19 Infektion unterstellt wurden, also Schlaganfall, Herzinfarkt etc.

Von daher ist die Legoland-Darstellung der „FR“ in Bezug auf die antikörperbildende „Corona-Impfung“, die uns alle rettet, der totale Unfug. Denn diese „Corona-Impfungen“ produzieren erst einmal das Gift, was die Schäden verursacht, bevor hier auch nur ein Antikörperchen gebildet werden kann.

Könnte es sein, dass wir hier eine recht plausible Erklärung dafür haben, warum das Ausmaß an Nebenwirkungen und Todesfällen unter den neuartigen „GMO-Impfungen“ alles bisher Gesehene für Impfungen[6] exponentiell übersteigt?

Und könnte es auch sein, dass dies die Erklärung dafür ist, dass die „Impfungen“ mehr Schäden anrichten als die Infektion selbst? Denn der „FR“-Autor, der behauptete, dass Corona eine Gefäßerkrankung und keine Atemwegsinfektion sei, übersieht geflissentlich, dass diese Viren über den Atemweg in den Körper eindringen und nicht über das Blut.

Erst wenn die zelluläre Immunabwehr im Nasen-Rachenraum und den oberen Atemwegen versagt, was die Ausnahme und nicht die Regel ist, dann kommt es zu einer Ausbreitung der Viren in der Lunge und zu einem Übertritt ins Blut. Erst dann tritt das ein, was man hier groß und breit bei der „FR“ diskutiert. Und erst dann sind die genannten Schäden und Folgeschäden in den Gefäßen möglich.

Oder gibt es inzwischen anatomisch-physiologische Veränderungen in unserem Organismus, die einem Virus erlauben, ungehindert und direkt ins Blut vorzudringen? Welche Studie hat dies zeigen können? Die „GMO-Impfungen“ sind jedenfalls eine „Infektion“ des Bluts unter Umgehung der zellulären Immunabwehr.

„Legitim.ch“ – knapp daneben ist auch vorbei

Die Schweizer Webseite bezieht sich ebenfalls auf die chinesische Arbeit vom März 2021. Nur kommt man hier zu etwas anderen, aber nicht weniger sonderbaren Ergebnissen. Denn sonderbar sind die beiden Fragen, die der Autor sich stellt:

1. Können die mRNA-„Impfungen“, die die Körperzellen dazu anleiten, Spike-Proteine zu produzieren, Corona-Erkrankungen verursachen?

2. Ist Corona wirklich eine virale Infektion oder doch eher auf andere Ursachen zurückzuführen?

Zur ersten Frage stelle ich mir sofort eine Reihe von Zusatzfragen. Was sind „Corona-Erkrankungen“? Wo sind diese zu finden? Welche Symptome liegen hier zugrunde? Oder gibt es einfach nur die universale „Corona-Erkrankung“?

Für den Autor scheint es sich um eine universale Angelegenheit zu handeln. Denn er schreibt:

Wenn das Spike-Protein alleine ausreicht, um die Krankheit auszulösen, können theoretisch alle Menschen, die die mRNA-Spritze erhalten haben, an SARS-CoV-2 erkranken …

Die Krankheit? Spike-Proteine und SARS-CoV-2 sind als identisch zu betrachten? Handelt es sich also bei den Spike-Proteinen um vermehrungsfähige Einheiten, wie man das von den Coronaviren her kennt? Ich dachte immer, dass die Spike-Proteine der Schlüssel zur Zelltür sind, mit dem das Coronavirus sich Zutritt zur Zelle verschafft, um dort seine genetische Information zur Synthese neuer Viren einzuspeisen.

Das Anhaften von Spike-Proteinen an den ACE-2-Rezeptor allein ohne Virus führt keinesfalls dazu, dass sich die Spike-Proteine reproduzieren. Aber genau das müsste gegeben sein, um von einer Erkrankung/Krankheit zu sprechen.

Danach kommt der Autor mit einem Verweis auf inzwischen aufgetretene Impfschäden. Die gibt es in der Tat zuhauf, mehr als es uns recht sein dürfte. Aber diese Impfschäden beruhen nicht auf einer Krankheit, die durch Spike-Proteine hervorgerufen wird, die mit der Krankheit gleichzusetzen wäre, die durch SARS-CoV-2 hervorgerufen wird.

Denn auch hier unterschlägt man die Tatsache, dass SARS-CoV-2 durch die Atemwege in den Organismus eindringt und im lymphatischen Ring und den oberen Atemwegen seine erste Schlacht gegen das zelluläre Immunsystem austragen muss, wobei es in über 80 % der Fälle den Kürzeren zieht[7].

Die mRNA-Spritze umgeht diese Barriere, da die Gen-Lipid-Nanopartikel zu 75 % per Nadelstich in die Blutbahn direkt eingeführt werden (die anderen 25 % verbleiben im Bereich der Einstichstelle in der Muskulatur). Warum per Injektion? Weil eine Inhalation dieser Partikel möglicherweise das gleiche Resultat hat wie das Eindringen des Virus selbst:

Sie werden vom zellulären Immunsystem mit hoher Wahrscheinlichkeit eliminiert und können dann keine Antikörper mehr bilden. Aber da die Antikörperbildung das Alpha und Omega der Impf-Industrie ist (ohne Antikörperbildung keine Zulassung), muss sichergestellt werden, dass es zu dieser Bildung von Antikörpern kommt.

Die zweite Frage dann geht schnurstracks in die Richtung, ob es Coronaviren überhaupt gibt. Denn wenn es keine Viren gibt, dann muss es ja andere Ursachen für die beobachteten Symptome geben, oder?

Danach bringt der Autor alle die Argumente, die zeigen sollen, dass die Sache mit den Viren bestenfalls eine Hypothese ist. Denn es gibt keine Bilder von Viren. Und das, was wir sehen, sei nur am Computer erstellt worden.

Aber: Obwohl der Autor die Existenz der Viren infrage stellt, scheint die Existenz von Spike-Proteinen und dazugehörigen RNA-Sequenzen kein so großes Problem zu sein. Allerdings Bilder von Spike-Proteinen und RNA-Sequenzen bleibt uns der Autor schuldig. Gibt es die dann etwa auch nicht?

Ich finde es auch eigenartig, dass es Viren nicht geben soll, aber deren Spike-Proteine und RNA dagegen schon, obwohl diese Moleküle signifikant kleiner sind als das angeblich nicht existente, dazugehörende Virus?

Wenn es keine Coronaviren gibt, dürfte es dann auch keine Spike-Proteine und dazugehörige RNA geben? Und wenn es nur Spike-Proteine und RNA gibt, wie verbreiten sich diese Moleküle ganz ohne Virus im Organismus des Opfers, um ihre krankmachenden Effekte loszutreten?

Daher ist es keine Überraschung, dass der Autor die zweite Frage nach den „anderen Ursachen“ stellt. Und da hat man es sich in der Schweiz sehr leicht gemacht und einfach die Viren als nicht existent erklärt und ein paar Bausteine von den nicht existenten Viren, also Spike-Proteine und mRNA, für die Ursache der Ursache erklärt.

Außerdem erklärt der Autor, dass die SARS-CoV-2-Infektion und die mRNA-Spritzen in ihrer Gefährlichkeit praktisch gleich zu bewerten sind. Ich denke, da waren wir schon einmal viel weiter. Denn eine SARS-CoV-2-Infektion verläuft beim Gros der Betroffenen, vor allem wenn sie unter 65 Jahre alt und gesund sind, nur mit leichten oder gleich gar keinen Symptomen [7].

Die „GMO-Impfungen“ jedoch scheinen auf das Alter und die Gesundheit keine besondere Rücksicht zu nehmen. Die unter der mRNA-Impfung auftretenden Fälle von Myokarditis[8] scheinen sich sogar eher auf die jüngere Generation zu beziehen. Und hier sind es primär die männlichen Jugendlichen und jungen männlichen Erwachsenen, die diese „Nebenwirkungen“ aufweisen, und das obwohl sie keine Vorerkrankungen haben. Solche Szenarien kennen wir von der SARS-CoV-2-Infektion nicht, oder etwa doch?

Fazit

Es scheint ein fundamentales Unverständnis zu herrschen in Bezug auf die Pathophysiologie der SARS-CoV-2 Infektion und das, was die „GMO-Impfungen“ machen und auslösen. Hier wird alles kunterbunt durcheinandergewürfelt, auf das man zu den Ergebnissen gelangt, die man sich gewünscht hat.

Bei den Altmedien sind es die „Beweise“, dass eine Covid-19-Infektion absolut tödlich ist, eine „GMO-Impfung“ dagegen die Lösung des tödlichen Problems. Und bei den alternativen Medien vom Schlage „Legitim.ch“ dient das Wirrwarr, die eigene Hypothese von der Nicht-Existenz der Viren zu belegen und über dieses Argument die „Pandemie“ zu entlarven.

Während Ersteres reine Propaganda ist, ist der alternative Erklärungsversuch keine wirkliche Hilfe bei der Erklärung, was genau momentan abläuft. Man braucht keine Leugnung von Coronaviren, um diese „Pandemie“ als dummdreist und überflüssig zu erkennen.

Die Anerkennung eines „Husten, Schnupfen, Heiserkeit“-Virus vom Schlage SARS-CoV-2 mit einer IFR von 0,15 %, vergleichbar mit der der Grippe, reicht vollkommen, um dies zu leisten. Mehr noch – diese ewige Diskussion um die Existenz oder Nicht-Existenz von Viren lenkt von der eigentlichen Problematik ab.

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Dieser Beitrag wurde am 17.07.2021 erstellt.


Quellen

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